|
Ein schlimmes Erlebnis |
||
|
mit gutem Ausgang |
||
|
12. Januar 2006 Die Feiertage verbrachte ich in unserem Ferienhäuschen in der Dübener Heide. Am Montag musste ich mich leider wieder auf den Heimweg machen. Es war gut zu fahren, die Straßen waren frei und ich kam sehr schnell voran. So beschloss ich an einer kleinen Raststätte eine Pause einzulegen. Mit Frl. Müller (mein geliebtes Labradormädchen) kehrte ich bei der Raststätte Schorba auf der A4 in Richtung Frankfurt ein. Es gab leckeren Kesselgoulasch. Anschließend ging ich noch ein wenig mit Frl. Müller spazieren. Bei dieser kleinen Raststätte gibt es leider nur „Dixiklos“ und so eine Toilette mochte ich nicht benutzen. Deshalb fuhr ich ca. 50 km weiter zur neuerbauten Raststätte Hörselgau. Ich wusste, dass die Toiletten dort sehr sauber und gepflegt sind. Dort angekommen wollte ich meine Handtasche aus dem Auto nehmen. Oh Schreck!!! Sie war nicht da. Ich hatte sie in dieser kleinen Raststätte bei Schorba stehen lassen. In dieser Tasche waren alle wichtigen Dinge. Angefangen von Kreditkarten, Scheckkarten, Krankenkassenkarte, Ausweispapieren und mein Geld. Ich hatte, weil ich eine Öllieferung in unserem Ferienhäuschen erwartet hatte, sehr viel Geld bei mir. . . . Aber nicht nur das, in dieser Tasche befinden sich auch meine medizinischen Hilfsmittel, ohne die ich – seit einem Ärztepfusch - nicht mehr auskommen kann. . . . Es war
eine ganz schreckliche Situation für mich. Ich hätte ins nächste
Krankenhaus fahren müssen und mich dort als „Notfall“ behandeln
lassen müssen. Ich hatte es mir schon in den schlimmsten Bildern
ausgemalt. Ich gehe aufrecht und vermeintlich gesund in ein Krankenhaus.
Habe die berühmten 10 Euro nicht, kann mich nicht ausweisen und habe natürlich
auch kein Krankenkassenkärtchen. Vermutlich wäre mir jede Hilfe
verweigert worden. In meiner großen Not fiel mir nur ein, den Polizeinotruf 110 zu betätigen. . . Es meldete sich eine Polizeidienststelle außerhalb der Autobahn die leider nicht zuständig war. Der freundliche Beamte versuchte mich mit der Autobahnpolizei zu verbinden. Aber der Anschluss dort war lange besetzt. Der Beamte sagte mir, dass ich bei der Raststätte Hörselgau bleiben solle und mich die zuständige Polizei dann auf mein Handy zurück rufen würde. Für
mich dauerte es alles fürchterlich lange. Das kennt ja jeder. . . wenn man
wartet, zieht sich die Zeit wie Gummi. Also versuchte ich auf eigene Faust
diese Raststätte telefonisch zu erreichen. Aber leider vergeblich. Sie
stand nicht als Raststätte im Telefonbuch sondern unter dem Namen des
Inhabers, den ich aber nicht rausfinden konnte. Aber ich hatte rausgefunden, dass die Autobahnpolizei Hermsdorf für diesen Bereich zuständig
ist. Ich rief
dann sofort selbst dort an. Die Beamtin am Telefon wusste schon Bescheid.
Sie sagte mir, dass sie auch telefonisch versucht hatten, diese Raststätte
zu erreichen. Aber aus irgendwelchen blöden Gründen, hat dort keiner das
Telefon abgenommen. Also hat sich ein Streifenwagen auf den Weg zu dieser
kleinen Raststätte gemacht. Die nette Beamtin versprach, mich sofort
anzurufen, wenn sich der Streifenwagen melden würde. Just in diesem
Moment meldete sich der Streifenwagen über Funk. Es ist
kaum zu glauben, nach mehr als einer Stunde war meine Handtasche noch auf
dem von mir beschriebenen Platz und, wie sich später herausstellte, hatte
nichts gefehlt. Für mich wurde es aber immer schlimmer, ich brauchte ganz dringend diese medizinischen Hilfsmittel die sich in dieser Tasche befinden. Ich befand mich aber schon weit außerhalb des Abschnittes, für den die Hermsdorfer Autobahnpolizei zuständig ist. Also
musste ich wieder nach dort zurück fahren. Ich machte mich sofort auf den
Weg in den Bereich dieser Polizeidienststelle. Natürlich musste ich erst
in die entgegengesetzte Richtung bis zur nächsten Autobahnabfahrt. Dort
fuhr ich dann wieder auf die andere Seite der Autobahn auf, genau 56 km
bis zu einer Raststätte wo die Polizei auf mich wartete. Hier an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal für die freundliche Hilfsbereitschaft der beteiligten Polizeidienststellen bedanken. Der Slogan, "Polizei dein Freund und Helfer" hat sich wieder einmal bewahrheitet.
|